Rechtliches
AGB
Allgemeine Geschäftsbedingungen für die Nutzung unserer Dienstleistungen.
Stand: 18.10.2026 (Revision 2026-10-18.2)
Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen gelten für alle Verträge zwischen der gh0stservice GmbH, Else-Lang-Str. 10, 50858 Köln, Deutschland, eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Köln unter HRB 122084, vertreten durch den Geschäftsführer Falk Hähner (nachfolgend "wir" oder "Anbieter"), und ihren Kundinnen und Kunden (nachfolgend "Sie" oder "Kunde") über die Leistungen gh0stcloud Self-Service, Managed Apps, dedizierte Ressourcen und Beratung. Die Anhänge am Ende dieser AGB regeln Domains (Anhang A), den E-Mail-Server, Webmail und App-Stacks (Anhang B) sowie dedizierte Ressourcen und Server-Pools (Anhang C).
Einzelne Regelungen gelten nur für Verbraucher oder nur für Unternehmer. Sie sind dann ausdrücklich gekennzeichnet. Verbraucher ist jede natürliche Person, die einen Vertrag zu Zwecken abschließt, die überwiegend weder ihrer gewerblichen noch ihrer selbständigen beruflichen Tätigkeit zugerechnet werden können (§ 13 BGB). Unternehmer ist jede natürliche oder juristische Person oder rechtsfähige Personengesellschaft, die bei Abschluss des Vertrags in Ausübung ihrer gewerblichen oder selbständigen beruflichen Tätigkeit handelt (§ 14 BGB). Juristische Personen des öffentlichen Rechts und öffentlich-rechtliche Sondervermögen stehen Unternehmern gleich.
1. Geltungsbereich und Rangfolge
- Diese AGB gelten in der zum Zeitpunkt des Vertragsschlusses gültigen Fassung.
- Es gelten folgende Vertragsbestandteile in dieser Rangfolge: (a) der Bestellschein, soweit einer geschlossen ist, und sonstige individuell vereinbarte Regelungen, (b) die Leistungsbeschreibung, (c) diese AGB einschließlich der Acceptable Use Policy, (d) die bei Vertragsschluss gültige Preisübersicht (Preisliste). Für die Verarbeitung personenbezogener Daten geht der Auftragsverarbeitungsvertrag allen anderen Vertragsbestandteilen vor.
- Nur gegenüber Unternehmern: Abweichende oder ergänzende Geschäftsbedingungen des Kunden werden nur Vertragsbestandteil, wenn wir ihrer Geltung ausdrücklich in Textform zustimmen.
- Gesetzliche Rechte von Verbrauchern werden durch diese AGB nicht eingeschränkt.
- Die Anhänge A bis C sind Bestandteil dieser AGB. Für ihren jeweiligen Gegenstand gehen ihre besonderen Regelungen den allgemeinen Regelungen dieser AGB vor. Ziffer 14 (Haftung) gilt auch für die Leistungen der Anhänge.
2. Leistungen und Kundengruppen
- gh0stcloud Self-Service ist eine Plattform zum Betrieb von Container-Anwendungen. Wir betreiben die Plattform (unter anderem Rechenleistung, Speicher, Netzwerk, Zertifikate, Sicherheitsregeln, Überwachung und Abrechnung); Sie betreiben Ihre Anwendungen darauf selbst. Self-Service steht Verbrauchern und Unternehmern offen.
- Managed Apps sind Betriebsleistungen, bei denen wir Anwendungen für Sie betreiben, als Paket aus unserem Katalog oder individuell nach einem Bestellschein. Sie werden ausschließlich Unternehmern angeboten. Umfang und Reaktionszeiten ergeben sich aus der Leistungsbeschreibung.
- Beratung umfasst Analyse-, Planungs-, Implementierungs- und Schulungsleistungen. Sie wird ausschließlich Unternehmern angeboten und nach Angebot erbracht. Wir schulden die fachgerechte Erbringung der vereinbarten Tätigkeit, einen bestimmten Erfolg nur, wenn er ausdrücklich vereinbart ist.
- Registrierung und Vertragsschluss im Self-Service sind derzeit nur für Kunden mit Wohnsitz oder Sitz in Deutschland möglich. Verträge mit Kunden außerhalb Deutschlands schließen wir nur nach individueller Vereinbarung.
- Wir dürfen zur Leistungserbringung sorgfältig ausgewählte Unterauftragnehmer einsetzen. Für die Verarbeitung personenbezogener Daten gelten ergänzend die Regeln des Auftragsverarbeitungsvertrags.
- Dedizierte Ressourcen sind Infrastruktur, die wir ausschließlich für Ihre Organisation bereitstellen, insbesondere Server-Pools aus einem oder mehreren eigenen Servern, eigene IP-Adressen und eigene Load Balancer. Sie werden ausschließlich Unternehmern angeboten. Es gilt Anhang C.
- Domains. Im Portal können Sie Domains Ihrer Organisation hinterlegen und nachweisen, dass Sie über sie verfügen. Diese Funktion gehört zum Self-Service und steht jedem Konto offen. Es gilt Anhang A.
3. Vertragsschluss im Self-Service
- Die Darstellung unserer Leistungen auf der Website ist kein bindendes Angebot, sondern eine Aufforderung zur Registrierung.
- Technische Schritte: Die Registrierung erfolgt in drei Schritten: Kontotyp und Organisation, Kontaktdaten, Prüfen und Zustimmen. Im letzten Schritt werden Ihre Eingaben noch einmal zusammengefasst angezeigt. Über "Bearbeiten" und "Zurück" können Sie Eingabefehler vor dem Absenden jederzeit erkennen und berichtigen.
- Mit dem Klick auf "Konto erstellen" geben Sie ein verbindliches Angebot zum Abschluss des Self-Service-Vertrags ab. Wir senden Ihnen daraufhin unverzüglich eine E-Mail mit einem Bestätigungslink. Der Vertrag kommt zustande, wenn Sie Ihre E-Mail-Adresse über diesen Link bestätigen und wir Ihr Konto freischalten.
- Registrierung ohne Zahlungspflicht: Die Registrierung ist unentgeltlich. Sie erhalten ein Startguthaben (Ziffer 8). Solange Sie weder Guthaben aufgeladen noch eine Zahlungsmethode hinterlegt haben, werden Entgelte ausschließlich mit dem Startguthaben verrechnet. Darüber hinausgehende Beträge stellen wir Ihnen nicht in Rechnung; ist das Startguthaben aufgebraucht, werden Ihre Anwendungen angehalten (Ziffer 11). Eine Zahlungspflicht entsteht erst, wenn Sie Guthaben über die Schaltfläche "Zahlungspflichtig aufladen" aufladen oder eine Zahlungsmethode über die entsprechend beschriftete Schaltfläche hinterlegen.
- Vertragstext: Wir speichern Ihre Registrierungsangaben sowie die Version und den Zeitpunkt Ihrer Zustimmung zu diesen AGB. Die jeweils aktuellen AGB können Sie jederzeit unter gh0stservice.com/de/agb abrufen, ausdrucken und speichern. Die bei Vertragsschluss gültige Fassung senden wir Ihnen auf Anfrage in Textform zu.
- Vertragssprachen sind Deutsch und Englisch. Bei Abweichungen zwischen den Sprachfassungen ist die deutsche Fassung maßgeblich.
4. Leistungen im Self-Service
- Der Funktionsumfang der Plattform ergibt sich aus der Leistungsdarstellung auf der Website und der öffentlichen Dokumentation zum Zeitpunkt des Vertragsschlusses.
- Verfügbarkeit: Wir betreiben die Plattform nach bestem Bemühen mit dem Ziel einer möglichst hohen Verfügbarkeit. Eine bestimmte Verfügbarkeit sagen wir im Self-Service nicht zu. Die gemessene Verfügbarkeit veröffentlichen wir auf unserer Statusseite.
- Support: Supportanfragen beantworten wir in der Regel innerhalb von 24 Stunden an Geschäftstagen (nach bestem Bemühen). Geschäftstage sind Montag bis Freitag ohne die gesetzlichen Feiertage in Nordrhein-Westfalen. Gemeint ist die erste Antwort eines Menschen, nicht die Lösung.
- Wartung: Wir führen Wartungsarbeiten möglichst unterbrechungsfrei durch. Planbare Wartungen mit spürbaren Auswirkungen kündigen wir vorab auf der Statusseite an.
- Datensicherung im Self-Service: Die Sicherung der Daten Ihrer Self-Service-Anwendungen liegt vollständig bei Ihnen. Die Plattform bietet für diese Daten keine Sicherungsfunktion. Plattformseitige Kopien dienen allein der Wiederherstellung der Plattform und ersetzen Ihre eigene Datensicherung nicht. Eine Datensicherung durch uns gibt es nur für Managed Apps, für Anwendungen, die wir individuell betreiben, und für Plattform-Erweiterungen, jeweils nach der Leistungsbeschreibung.
- Änderungen der Plattform: Wir entwickeln die Plattform weiter. Änderungen, die zur Erhaltung der Vertragsmäßigkeit, aus Sicherheitsgründen oder wegen geänderter rechtlicher Anforderungen erforderlich sind, dürfen wir jederzeit vornehmen. Gegenüber Verbrauchern gilt für darüber hinausgehende Änderungen § 327r BGB: Wir nehmen sie nur aus einem triftigen Grund vor, ohne zusätzliche Kosten für Sie und mit klarer Information. Beeinträchtigt eine Änderung Ihren Zugang oder die Nutzbarkeit nicht nur unerheblich, informieren wir Sie rechtzeitig vorab auf einem dauerhaften Datenträger; Sie können den Vertrag dann innerhalb von 30 Tagen unentgeltlich beenden.
5. Managed Apps (nur Unternehmer)
- Managed Apps werden auf der Grundlage der Leistungsbeschreibung erbracht. Sie regelt insbesondere Leistungsumfang, Reaktionszeiten, Datensicherung, Übergabe, Gutschriften und Mitwirkungspflichten.
- Eine Managed App hat je Instanz eine Mindestlaufzeit von drei Monaten, gerechnet ab dem Übergabetag, den wir Ihnen in der Übergabemitteilung nennen. Danach läuft sie auf unbestimmte Zeit und kann jederzeit zum Monatsende gekündigt werden.
- Eine vereinbarte Einrichtungsgebühr wird mit der Übergabe fällig und am Übergabetag in Rechnung gestellt.
- Leistungen außerhalb des gebuchten Service Levels erbringen wir nach vorheriger Abstimmung zu den Sätzen der Preisübersicht.
- Für den E-Mail-Server, Webmail und App-Stacks gilt ergänzend Anhang B.
6. Pflichten des Kunden
- Sie nutzen unsere Dienste nur im Rahmen der geltenden Gesetze und der Acceptable Use Policy.
- Sie halten Zugangsdaten, Tokens und Schlüssel geheim und informieren uns unverzüglich, wenn Sie einen Missbrauch vermuten.
- Sie allein sind für die Inhalte, Daten und Anwendungen verantwortlich, die Sie über unsere Dienste speichern, verarbeiten, versenden oder bereitstellen. Das umfasst insbesondere die Inhalte von Postfächern, die über unsere Dienste versandten Nachrichten, die von Ihnen genutzten Domains und DNS-Einträge, die Wahrung der Rechte Dritter und die Rechtmäßigkeit Ihrer Nutzung, einschließlich der Handlungen von Personen, denen Sie Zugang gewähren.
- Sie halten Ihre Kontaktdaten und Rechnungsdaten aktuell.
- Nur gegenüber Unternehmern: Sie stellen uns von Ansprüchen Dritter frei, die gegen uns wegen einer rechtswidrigen Nutzung unserer Dienste durch Sie oder durch Personen, denen Sie Zugang gewährt haben, geltend gemacht werden, insbesondere wegen gespeicherter oder versandter Inhalte, wegen genutzter Domains oder wegen der Verletzung von Rechten Dritter. Die Freistellung gilt nur, soweit Sie die Rechtsverletzung zu vertreten haben, und umfasst die angemessenen Kosten der Rechtsverteidigung. Wir informieren Sie unverzüglich über einen geltend gemachten Anspruch, erkennen ihn nicht ohne Ihre Zustimmung an und geben Ihnen Gelegenheit, sich an seiner Abwehr zu beteiligen.
- Die Registrierung Ihrer Domains und die DNS-Einträge bei Ihrer Registrierungsstelle und Ihrem DNS-Anbieter verwalten Sie selbst. Sie halten sie in Ordnung, solange Sie eine Domain mit unseren Diensten nutzen, einschließlich der Einträge, die wir Ihnen für eine Leistung anzeigen. Wir haben auf diese Dienste keinen Zugriff.
7. Preise, Umsatzsteuer und Rechnungen
- Es gelten die Preise der Preisübersicht zum Zeitpunkt der jeweiligen Leistung oder das individuelle Angebot.
- Self-Service: Die Grundgebühr wird für alle Kunden als Bruttopreis einschließlich der gesetzlichen Umsatzsteuer angegeben. Nutzungsabhängige Entgelte werden stündlich gemessen und monatlich abgerechnet; die Preisübersicht nennt die Preise je Einheit mit und ohne Umsatzsteuer.
- Managed Apps und Beratung: Alle Preise verstehen sich netto zuzüglich der gesetzlichen Umsatzsteuer.
- Preisänderungen: Wir können die Preise für künftige Leistungszeiträume ändern, wenn sich die Kosten ändern, die für die Preisbildung maßgeblich sind (insbesondere Infrastruktur- und Energiekosten). Wir kündigen Preisänderungen mindestens sechs Wochen vor ihrem Wirksamwerden in Textform an. Eine Preiserhöhung wird nur wirksam, wenn Sie ihr ausdrücklich zustimmen, zum Beispiel über das Portal. Stimmen Sie nicht zu, gelten die bisherigen Preise weiter; beide Seiten können den Vertrag dann ordentlich kündigen. Preissenkungen geben wir ohne Zustimmung weiter.
- Elektronische Rechnungen: Sie erhalten Rechnungen elektronisch per E-Mail und im Portal. Rechnungen an Unternehmer stellen wir als E-Rechnung im strukturierten Format (ZUGFeRD) aus. Mit Vertragsschluss stimmen Sie der elektronischen Übermittlung von Rechnungen zu.
- Rechnungen sind innerhalb von 14 Tagen nach Zugang ohne Abzug fällig, soweit sie nicht mit Guthaben verrechnet werden.
- Nur gegenüber Unternehmern: Bei Zahlungsverzug schulden Sie Verzugszinsen in Höhe von neun Prozentpunkten über dem Basiszinssatz (§ 288 Abs. 2 BGB) und eine Pauschale von 40 EUR (§ 288 Abs. 5 BGB). Gegenüber Verbrauchern gelten die gesetzlichen Regelungen (§ 288 Abs. 1 BGB).
- Nur gegenüber Unternehmern: Sie können nur mit unbestrittenen oder rechtskräftig festgestellten Forderungen aufrechnen oder ein Zurückbehaltungsrecht ausüben. Gegenüber Verbrauchern gelten die gesetzlichen Regelungen.
8. Guthaben
- Rechtsnatur. Sie können Ihr Konto mit Guthaben in Euro aufladen. Bezahltes Guthaben ist eine Anzahlung auf künftige Leistungen des Anbieters. Es ist kein E-Geld, kein Zahlungsinstrument im Sinne des Zahlungsdiensteaufsichtsgesetzes und keine Einlage. Es wird ausschließlich mit Entgelten für unsere eigenen Leistungen verrechnet, ist nicht auf Dritte übertragbar und nicht verzinslich.
- Anzahlungsrechnung. Über jede Aufladung erhalten Sie unverzüglich eine Anzahlungsrechnung mit ausgewiesener Umsatzsteuer. Rechnungen über später erbrachte Leistungen weisen die verrechnete Anzahlung und die darauf entfallende Umsatzsteuer aus, sodass die Umsatzsteuer nicht doppelt erhoben wird.
- Automatische Verrechnung. Fällige Rechnungen werden mit vorhandenem Guthaben verrechnet. Reicht das bezahlte Guthaben bei einem Konto mit Zahlungsmethode oder bereits aufgeladenem Guthaben nicht aus, wird der Restbetrag als offene Forderung ausgewiesen und nach Ziffer 7 fällig. Über jede Verrechnung informieren wir Sie im Portal.
- Startguthaben. Ein unentgeltlich gewährtes Startguthaben ist ein Preisnachlass auf künftige Leistungen. Es wird nicht ausgezahlt, nicht erstattet und verfällt nach Ablauf der bei Gewährung angegebenen Gültigkeitsdauer. Die Gültigkeitsdauer zeigen wir im Portal an; vor Ablauf erinnern wir Sie.
- Kein Verfall bezahlten Guthabens. Bezahltes Guthaben unterliegt keiner Verfallsfrist. Es gelten die gesetzlichen Verjährungsfristen.
- Reihenfolge. Verrechnet wird zuerst Guthaben, das früher verfällt, danach Startguthaben, danach bezahltes Guthaben.
- Grenzen. Wir können Mindest- und Höchstbeträge je Aufladung und einen Höchstbetrag für das Gesamtguthaben festlegen. Die geltenden Beträge zeigen wir im Portal an.
- Erstattung. Nicht verbrauchtes bezahltes Guthaben erstatten wir bei Vertragsende auf Ihren Wunsch. Die Erstattung erfolgt auf das Zahlungsmittel, mit dem aufgeladen wurde. Bereits verbrauchtes Guthaben wird nicht erstattet. Über den erstatteten Betrag erhalten Sie ein Dokument, das die ursprüngliche Anzahlungsrechnung berichtigt.
- Sicherung. Guthaben ist eine Forderung gegen die gh0stservice GmbH. Es wird nicht getrennt verwahrt und nicht gesondert abgesichert.
9. Inhalte, Meldungen und Maßnahmen
- Für Inhalte, die Sie über unsere Dienste speichern oder übermitteln, sind wir Anbieter eines Vermittlungsdienstes im Sinne der Art. 4 bis 6 der Verordnung (EU) 2022/2065 (Digital Services Act) und des Digitale-Dienste-Gesetzes. Wir überwachen die Inhalte Ihrer Anwendungen, Postfächer und Nachrichten nicht allgemein und forschen nicht aktiv nach Umständen, die auf eine rechtswidrige Tätigkeit hinweisen (Art. 8 Digital Services Act). Hinweise auf rechtswidrige Inhalte oder Verstöße gegen die Acceptable Use Policy prüfen wir nach dem dort beschriebenen Verfahren. Das Meldeverfahren steht jeder Person offen.
- Bei tatsächlichen oder hinreichend wahrscheinlichen Verstößen können wir angemessene Maßnahmen ergreifen, insbesondere einzelne Inhalte oder Dienste sperren, Ressourcen einschränken oder das Konto vorübergehend sperren. Wir wählen das mildeste wirksame Mittel.
- Über eine Maßnahme informieren wir Sie mit einer Begründung nach Art. 17 der Verordnung (EU) 2022/2065 (Digital Services Act), sofern keine gesetzliche Pflicht oder behördliche Anordnung entgegensteht. Die Begründung nennt die Maßnahme, die zugrunde liegenden Tatsachen, die rechtliche oder vertragliche Grundlage und Ihre Möglichkeiten, dagegen vorzugehen.
- Sie können einer Maßnahme per E-Mail an abuse@gh0stservice.com widersprechen; wir prüfen den Widerspruch durch eine Person, die an der ursprünglichen Entscheidung nicht allein beteiligt war, soweit das personell möglich ist. Der Rechtsweg und die Beschwerde bei der Bundesnetzagentur als Koordinator für digitale Dienste bleiben unberührt.
10. Laufzeit und Kündigung
- Self-Service: Der Vertrag läuft auf unbestimmte Zeit. Beide Seiten können ihn jederzeit mit einer Frist von einem Monat kündigen. Dies gilt für Verbraucher und Unternehmer gleichermaßen.
- Managed Apps: siehe Ziffer 5.2.
- Beratung: Der Vertrag endet mit Erbringung der vereinbarten Leistungen, sofern nichts anderes vereinbart ist.
- Die Kündigung ist in Textform zu erklären. Verbraucher können Verträge zusätzlich jederzeit über die Schaltfläche "Verträge hier kündigen" kündigen (§ 312k BGB); eine Anmeldung ist dafür nicht erforderlich.
- Das Recht zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt. Ein wichtiger Grund liegt für uns insbesondere vor, wenn Sie trotz Abmahnung wiederholt oder schwerwiegend gegen die Acceptable Use Policy verstoßen.
- Bei Vertragsende gelten die Regelungen zum Anbieterwechsel und zur Datenübertragung in Ziffer 12.
- Für dedizierte Ressourcen gilt Anhang C, für den E-Mail-Server und App-Stacks ergänzend Anhang B.
11. Kontostatus, Anhalten und Sperrung
- Ist bei einem Konto ohne Zahlungsmethode und ohne bezahltes Guthaben das Startguthaben aufgebraucht, halten wir Ihre Anwendungen an. Ihre Daten bleiben erhalten. Laden Sie innerhalb der im Portal angezeigten Frist Guthaben auf, laufen Ihre Anwendungen weiter. Andernfalls löschen wir das Konto und seine Daten nach Ablauf dieser Frist; wir kündigen die Löschung vorher an.
- Bei einem Konto mit Zahlungsmethode oder bezahltem Guthaben können wir die Nutzung sperren, wenn eine fällige Rechnung trotz Erinnerung länger als 14 Tage unbezahlt bleibt. Die Daten bleiben während der Sperrung erhalten. Mit Ausgleich aller offenen Beträge heben wir die Sperrung auf.
- Sperrungen wegen Verstößen richten sich nach Ziffer 9.
12. Anbieterwechsel, Datenübertragung und Löschung
Diese Ziffer setzt die Anforderungen der Art. 23 bis 31 der Verordnung (EU) 2023/2854 (Data Act) um. Einzelheiten beschreibt die Seite Anbieterwechsel und Datenübertragbarkeit, die Bestandteil dieses Vertrags ist.
- Antrag. Sie können jederzeit in Textform verlangen, dass Ihre exportierbaren Daten und digitalen Vermögenswerte zu einem anderen Anbieter oder auf eigene Infrastruktur übertragen oder gelöscht werden. Der Antrag kann mit der Kündigung verbunden werden. Die maßgebliche Kündigungsfrist beträgt höchstens zwei Monate.
- Übergangszeitraum. Nach Ablauf der Kündigungsfrist beginnt ein Übergangszeitraum von 30 Kalendertagen. In dieser Zeit erbringen wir die vertraglichen Leistungen weiter, unterstützen Sie beim Wechsel im zumutbaren Umfang und informieren Sie über bekannte Risiken für die Kontinuität. Sie können den Übergangszeitraum einmal um einen von Ihnen gewählten angemessenen Zeitraum verlängern.
- Datenkategorien. Die abschließende Liste der übertragbaren Datenkategorien und der ausgenommenen internen Daten sowie die verfügbaren Formate und Schnittstellen finden Sie auf der Seite zur Datenübertragbarkeit.
- Datenabruf und Löschung. Nach Ende des Übergangszeitraums können Sie Ihre Daten noch mindestens 30 Kalendertage abrufen. Danach löschen wir alle Ihre Daten und digitalen Vermögenswerte vollständig, soweit keine gesetzliche Aufbewahrungspflicht entgegensteht. Sicherungskopien werden im regulären Rotationszyklus überschrieben.
- Vertragsende. Der Vertrag endet mit erfolgreichem Abschluss des Wechsels, bei gewünschter Löschung mit Ablauf der Kündigungsfrist.
- Kosten. Für den Wechsel und die dafür erforderliche Datenübertragung erheben wir keine Entgelte. Laufende Entgelte bis zum Vertragsende und bei Managed Apps die Vergütung bis zum Ende der Mindestlaufzeit bleiben unberührt.
13. Gewährleistung
- Gegenüber Verbrauchern gelten die gesetzlichen Gewährleistungsrechte, für digitale Produkte insbesondere die §§ 327 ff. BGB einschließlich der Pflicht zur Bereitstellung von Aktualisierungen.
- Gegenüber Unternehmern schulden wir bei Self-Service, Managed Apps und dedizierten Ressourcen die Bereitstellung der vereinbarten Leistungen in einem vertragsgemäßen Zustand. Mängel beseitigen wir innerhalb angemessener Frist nach Ihrer Meldung. Zusagen zu Verfügbarkeit, Reaktionszeiten, Datensicherung und Support bestehen nur, soweit sie in der Leistungsbeschreibung für den gebuchten Service Level oder in einer individuellen Vereinbarung ausdrücklich getroffen sind.
- Gegenüber Unternehmern sagen wir insbesondere nicht zu, dass die Leistungen ununterbrochen oder fehlerfrei verfügbar sind, dass fremde Mailserver Ihre E-Mails annehmen oder zustellen und dass die Leistungen sich für einen Zweck eignen, der nicht vereinbart ist. Eine Beschaffenheitsgarantie übernehmen wir nur, wenn wir sie ausdrücklich als Garantie bezeichnen.
- Unsere Leistungen beruhen auch auf Diensten Dritter: auf Rechenzentren, Servern, IP-Adressen und Load Balancern der Hetzner Online GmbH, auf TLS-Zertifikaten einer öffentlichen Zertifizierungsstelle (derzeit Let's Encrypt) und auf dem öffentlichen DNS mit den Registrierungsstellen und DNS-Anbietern unserer Kunden. Ob ein fremder Mailserver eine E-Mail annimmt und ob Betreiber von Sperrlisten eine Adresse oder Domain aufführen, entscheiden diese Dritten selbst. Dritte, die nicht in unserem Auftrag tätig werden, sind nicht unsere Erfüllungsgehilfen.
14. Haftung
- Wir haften unbeschränkt bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit, bei arglistigem Verschweigen eines Mangels, für Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit, nach dem Produkthaftungsgesetz sowie im Umfang einer übernommenen Garantie.
- Bei leichter Fahrlässigkeit haften wir nur für die Verletzung wesentlicher Vertragspflichten, also solcher Pflichten, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrags überhaupt erst ermöglicht und auf deren Einhaltung Sie regelmäßig vertrauen dürfen. In diesem Fall ist die Haftung auf den vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden begrenzt.
- Nur gegenüber Unternehmern: Im Fall der Ziffer 14.2 haften wir nicht für entgangenen Gewinn, ausgebliebene Einsparungen und sonstige mittelbare Schäden oder Folgeschäden, soweit diese Schäden nicht typischerweise mit der Verletzung der betroffenen wesentlichen Vertragspflicht verbunden sind.
- Nur gegenüber Unternehmern: Im Fall der Ziffer 14.2 ist unsere Haftung je Schadensereignis auf die Entgelte begrenzt, die Sie in den zwölf Monaten vor dem schadensbegründenden Ereignis für die von dem Ereignis betroffenen Leistungen an uns gezahlt haben, mindestens jedoch auf 5.000 Euro.
- Nur gegenüber Unternehmern: Für den Verlust von Daten haften wir bei leichter Fahrlässigkeit nur in Höhe des Aufwands, der für ihre Wiederherstellung aus Sicherungen erforderlich ist, die Sie ordnungsgemäß und regelmäßig selbst anzulegen haben (Ziffer 4.5 und die Leistungsbeschreibung). Ist die Datensicherung nach der Leistungsbeschreibung unsere Leistung, etwa bei einer Managed App nach ihrem gebuchten Service Level oder bei einer Plattform-Erweiterung, haften wir für den Verlust von Daten nur im Rahmen der Sicherungen, die die Leistungsbeschreibung dafür nach Rhythmus und Aufbewahrungsfrist zusagt; Daten, die nach dem jüngsten danach geschuldeten Sicherungsstand entstanden sind, sind nicht umfasst.
- Nur gegenüber Unternehmern: Eine verschuldensunabhängige Haftung für Mängel, die bereits bei Vertragsschluss vorhanden waren (§ 536a Abs. 1 Alt. 1 BGB), ist ausgeschlossen.
- Im Übrigen ist die Haftung ausgeschlossen. Die Beschränkungen der Ziffern 14.2 bis 14.6 gelten nicht in den Fällen der Ziffer 14.1. Sie gelten auch zugunsten unserer gesetzlichen Vertreter, Mitarbeiter und Erfüllungsgehilfen.
- Die Haftung für Verstöße gegen Datenschutzrecht richtet sich zusätzlich nach Art. 82 DSGVO.
15. Datenschutz und Auftragsverarbeitung
- Informationen zur Verarbeitung personenbezogener Daten durch uns als Verantwortliche finden Sie in der Datenschutzerklärung.
- Soweit wir personenbezogene Daten in Ihrem Auftrag verarbeiten, insbesondere Daten in Ihren Anwendungen, Datenbanken und Speichern, gilt der Auftragsverarbeitungsvertrag. Er wird mit Abschluss dieses Vertrags vereinbart (Art. 28 Abs. 9 DSGVO) und gilt auch für Verbraucher, die über unsere Dienste personenbezogene Daten Dritter verarbeiten.
- Unterliegen Daten gesetzlichen Aufbewahrungspflichten, schränken wir ihre Verarbeitung bis zum Ablauf der Frist ein, statt sie zu löschen (Art. 17 Abs. 3 lit. b DSGVO).
16. Vertraulichkeit
- Beide Seiten behandeln vertrauliche Informationen der anderen Seite, die ihnen im Rahmen des Vertrags bekannt werden, vertraulich und nutzen sie nur zur Durchführung des Vertrags.
- Vertrauliche Informationen dürfen nur an Personen weitergegeben werden, die sie für die Vertragsdurchführung benötigen und entsprechend zur Vertraulichkeit verpflichtet sind. Gesetzliche Offenlegungspflichten bleiben unberührt.
17. Änderungen dieser AGB
- Wir können diese AGB mit Wirkung für die Zukunft ändern, wenn dafür ein triftiger Grund besteht, insbesondere eine Änderung der Rechtslage oder Rechtsprechung, neue technische oder sicherheitsrelevante Anforderungen oder die Aufnahme neuer, für Sie nicht nachteiliger Funktionen. Hauptleistungspflichten und Preise werden auf diesem Weg nicht geändert; für Preise gilt Ziffer 7.4.
- Wir teilen Ihnen Änderungen mindestens sechs Wochen vor ihrem Wirksamwerden in Textform mit und stellen die Änderungen deutlich heraus.
- Änderungen, die das Verhältnis von Leistung und Gegenleistung oder wesentliche Rechte und Pflichten betreffen, werden nur wirksam, wenn Sie ihnen ausdrücklich zustimmen. Stimmen Sie nicht zu, gilt der Vertrag zu den bisherigen Bedingungen fort; beide Seiten können ihn dann ordentlich kündigen.
- Gegenüber Verbrauchern bleibt Ziffer 4.6 in Verbindung mit § 327r BGB unberührt.
- Jede Fassung dieser AGB und der Leistungsbeschreibung trägt eine Revision, die wir im Kopf der Dokumente nennen. Für eine einzelne Bestellung, etwa einer Managed App, eines App-Stacks oder einer dedizierten Ressource, gilt die Fassung, deren Revision wir Ihnen vor der Bestellung nennen und die Sie mit der Bestellung annehmen. Auf bestehende Verträge wirkt eine neue Fassung nur nach den Ziffern 17.1 bis 17.4.
18. Widerrufsrecht für Verbraucher
- Verbrauchern steht ein gesetzliches Widerrufsrecht nach Maßgabe der Widerrufsbelehrung zu. Den Widerruf können Sie auch online über die Schaltfläche "Vertrag widerrufen" erklären.
- Bei der Registrierung verlangen Sie ausdrücklich, dass wir mit der Leistung vor Ablauf der Widerrufsfrist beginnen, und bestätigen, dass Sie im Fall eines Widerrufs einen angemessenen Betrag für die bis dahin erbrachten Leistungen zahlen (§ 357a Abs. 2 BGB) und dass Ihr Widerrufsrecht mit vollständiger Vertragserfüllung erlischt (§ 356 Abs. 5 BGB).
- Widerrufen Sie eine Guthabenaufladung, erstatten wir den zum Zeitpunkt des Widerrufs nicht verbrauchten Teil. Der verbrauchte Teil entspricht dem Wertersatz für die bis dahin erbrachten Leistungen.
19. Verbraucherstreitbeilegung
Wir sind nicht bereit und nicht verpflichtet, an Streitbeilegungsverfahren vor einer Verbraucherschlichtungsstelle teilzunehmen.
20. Schlussbestimmungen
- Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts. Gegenüber Verbrauchern gilt diese Rechtswahl nur, soweit Ihnen dadurch nicht der Schutz zwingender Vorschriften des Staates entzogen wird, in dem Sie Ihren gewöhnlichen Aufenthalt haben.
- Nur gegenüber Unternehmern, juristischen Personen des öffentlichen Rechts und öffentlich-rechtlichen Sondervermögen: Ausschließlicher Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus diesem Vertrag ist Köln. Wir sind berechtigt, auch am Sitz des Kunden zu klagen.
- Sollten einzelne Bestimmungen unwirksam sein, bleibt der Vertrag im Übrigen wirksam. An die Stelle der unwirksamen Bestimmung tritt die gesetzliche Regelung.
Anhang A: Domains
Dieser Anhang gilt für jedes Konto, für Verbraucher und Unternehmer.
A.1 Hinterlegen und Bestätigen
- Im Portal können Sie Domains hinterlegen, über die Ihre Organisation verfügt. Eine Domain ist bestätigt, sobald wir den Nachweis, den das Portal nennt, im öffentlichen DNS festgestellt haben, zum Beispiel einen TXT-Eintrag mit einem Prüfwert, der nur Ihrer Organisation zugeordnet ist.
- Leistungen, die eine Domain nutzen, insbesondere E-Mail (Anhang B), setzen eine bestätigte Domain Ihrer Organisation voraus. Eine Bestätigung durch uns ohne Nachweis im DNS genügt für E-Mail nicht.
- Die Bestätigung begründet kein Recht an der Domain und ändert nichts an ihrer Registrierung. Wir sind weder Registrierungsstelle noch DNS-Anbieter Ihrer Domains und verwalten deren DNS-Einträge nicht.
- Sie hinterlegen nur Domains, die Sie nutzen dürfen. Den Nachweis lassen Sie veröffentlicht, solange Sie die Domain mit unseren Diensten nutzen. Registrierung, Verlängerung und DNS-Einträge halten Sie nach Ziffer 6.6 selbst in Ordnung.
- Eine Domain, die eine andere Organisation bestätigt hat, kann Ihre Organisation nicht zugleich nutzen.
A.2 Wegfall des Nachweises
- Stellen wir fest, dass der Nachweis fehlt oder durch einen anderen Wert ersetzt wurde, oder weist eine andere Organisation dieselbe Domain nach, erhält die Domain den Stand Bitte prüfen. Wir informieren die Inhaber Ihrer Organisation darüber.
- Solange eine Domain diesen Stand hat, sind neue Nutzungen der Domain gesperrt, zum Beispiel neue E-Mail-Adressen. Bestehende E-Mail-Domains senden und empfangen weiter. Nutzungen, bei denen die Domain Zugänge oder Zertifikate trägt, etwa Webadressen, Anmeldeseiten und Weiterleitungsadressen einer Anmeldung, nehmen wir aus Sicherheitsgründen sofort vom Netz.
- Ist der Nachweis wieder vorhanden, wird die Domain wieder bestätigt, und die Nutzungen laufen wie zuvor.
- Fehlt der Nachweis 14 Tage ohne Unterbrechung, geben wir die Domain für Ihre Organisation frei (Stand Freigegeben). Konnten wir den Nachweis zuletzt nur wegen einer Störung nicht prüfen, warten wir mit der Freigabe, bis wir prüfen konnten. An die Freigabe knüpfen die Folgen an, die Anhang B für E-Mail regelt. Webadressen der Domain entfernen wir aus Ihren Projekten.
- Über den Lauf dieser Frist erinnern wir nach den Benachrichtigungseinstellungen Ihres Kontos, regelmäßig nach 7 Tagen und einen Tag vor ihrem Ende.
A.3 Freigabe durch Sie und Vertragsende
- Sie können eine Domain jederzeit freigeben, sobald keine Leistung sie mehr nutzt. Das Portal nennt Ihnen die Nutzungen, die vorher enden müssen.
- Endet Ihr Vertrag, geben wir Ihre Domains frei, nachdem die Leistungen beendet sind, die sie nutzen.
A.4 Bestätigung durch eine andere Organisation
- Nach einer Freigabe wegen eines fehlenden Nachweises oder nach Vertragsende kann eine andere Organisation dieselbe Domain erst nach 7 Tagen bestätigen. Geben Sie eine Domain selbst frei, gilt keine Wartezeit.
- Eine andere Organisation übernimmt mit einer Bestätigung keine Einträge, Schlüssel, Daten oder Einstellungen Ihrer Organisation.
- Bestätigt eine andere Organisation mit eigenem Nachweis einen Namen unterhalb Ihrer Domain, gehen die Nutzungen dieses Namens auf diese Organisation über, und Ihre Nutzungen dieses Namens enden. E-Mail-Domains unter diesem Namen gehen nur über, wenn der Name eine eigene, im DNS delegierte Zone ist; Ihre E-Mail-Domain setzen wir dann nach Anhang B.5 aus. Wir informieren Sie darüber.
Anhang B: E-Mail-Server, Webmail und App-Stacks
Dieser Anhang gilt ausschließlich gegenüber Unternehmern. Er ergänzt das Kapitel Managed der Leistungsbeschreibung.
B.1 Gegenstand
- Der E-Mail-Server ist eine Managed App, mit der Sie Postfächer, Adressen und Weiterleitungen auf Ihren eigenen Domains betreiben und E-Mails senden und empfangen. Webmail ist eine eigene Managed App, die sich mit Ihrem E-Mail-Server verbindet. Ein App-Stack ist eine Zusammenstellung von Managed Apps, die Sie gemeinsam bestellen und die einander nutzen, zum Beispiel der E-Mail-Server mit Webmail oder eine App, die über Ihren E-Mail-Server E-Mails versendet.
- Jede App eines App-Stacks ist eine eigene Instanz im Sinne der Leistungsbeschreibung, mit eigenem Service Level, eigener Servicegebühr, eigener Mindestlaufzeit und eigener Kündigung.
- Der E-Mail-Server beruht auf der Software Stalwart. Solange das Portal ihn als Beta kennzeichnet, gelten die Einschränkungen, die die Paketbeschreibung nennt.
B.2 Voraussetzungen der Bestellung
- Den E-Mail-Server können Sie nur mit mindestens einer bestätigten Domain Ihrer Organisation bestellen (Anhang A). Sie wählen bei der Bestellung die Hauptdomain des E-Mail-Servers; sie lässt sich danach nicht ändern. Weitere bestätigte Domains können Sie später hinzufügen.
- Der E-Mail-Server läuft auf einem Server-Pool Ihrer Organisation, den Sie vorher bestellen (Anhang C). Mit dem E-Mail-Server erhalten Sie eine eigene Eingangsadresse (Load Balancer) und eine eigene Absendeadresse (IP-Adresse) als dedizierte Ressourcen. Ihre Entgelte nennen das Angebot und die Preisübersicht.
B.3 Technischer Mailname und Ihre Domains
- Jeder E-Mail-Server erhält einen technischen Namen unter einer Domain von uns. Er dient als Ziel Ihrer MX-Einträge, als Name des Servers gegenüber anderen Mailservern und im Reverse DNS sowie als Ort, an dem wir die Schlüssel für DKIM und die Einträge für SPF veröffentlichen. Dieser Name und seine DNS-Einträge gehören uns. Sie erwerben daran keine Rechte, und er ist nie eine Domain für Postfächer, Weiterleitungen oder Absender. E-Mails an postmaster@ und abuse@ dieses Namens bearbeiten wir.
- Alle Adressen Ihres E-Mail-Servers liegen auf Ihren bestätigten Domains. Absender, die eine App über Ihren E-Mail-Server nutzt, liegen ebenfalls nur auf Ihren bestätigten Domains.
- E-Mails an postmaster@ und abuse@ Ihrer eigenen Domains gehen an das Postfach, das wir bei der Einrichtung für Ihre Organisation anlegen. Sie sorgen dafür, dass diese Adressen gelesen und Beschwerden bearbeitet werden.
- Die Webadressen des E-Mail-Servers und von Webmail liegen in der Regel unter Ihrer Hauptdomain. Bis Ihre Einträge dafür veröffentlicht sind, erreichen Sie beide unter einer Adresse von uns.
B.4 DNS-Einträge, Zustellung und Grenzen
- Das Portal zeigt Ihnen die DNS-Einträge, die Ihre Domains für den E-Mail-Server brauchen, insbesondere für MX, SPF, DKIM, DMARC und die Webadressen, und prüft, ob sie veröffentlicht sind. Veröffentlichen müssen Sie diese Einträge bei Ihrem DNS-Anbieter selbst. Ohne sie können andere Mailserver Ihre E-Mails nicht zustellen oder nicht zuordnen.
- Die DMARC-Richtlinie Ihrer Domains bestimmen Sie. Wir schlagen eine strengere Richtlinie vor, sobald Ihre Einträge eine Zeit lang in Ordnung waren, setzen sie aber nie für Sie.
- Ob ein anderer Mailserver eine E-Mail annimmt, zustellt oder als Spam einordnet und ob Betreiber von Sperrlisten eine Adresse oder Domain aufführen, entscheiden diese Dritten selbst. Eine bestimmte Zustellung, einen bestimmten Ruf einer Adresse und eine Streichung von einer Sperrliste sagen wir nicht zu. Eine neue Adresse hat noch keinen Ruf und kann bei der Zuteilung schon auf einer Sperrliste stehen. Was wir für die Zustellung tun, beschreibt der Leistungsbaustein Mailbetrieb der Leistungsbeschreibung.
- Für den Versand gelten Grenzen je Postfach, je verbundener App und je E-Mail-Server, insbesondere für E-Mails je Stunde und Tag, Empfänger je E-Mail und wartende E-Mails. Sie richten sich nach der gewählten Größe des E-Mail-Servers. E-Mails über diesen Grenzen werden verzögert oder abgewiesen. Bei Missbrauch oder einer Gefahr für den Ruf unserer Adressen dürfen wir die Grenzen nach der Acceptable Use Policy vorübergehend senken.
- Die Inhalte der Postfächer und Ihre Nachrichten verarbeiten wir als Auftragsverarbeiter nach dem Auftragsverarbeitungsvertrag. Postfächer, Zugänge und Weiterleitungen legen Sie selbst an und verwalten sie.
B.5 Folgen eines Domainverlusts für E-Mail
- Hat eine E-Mail-Domain den Stand Bitte prüfen (Anhang A.2), können Sie für sie keine neuen Adressen anlegen. Die Domain sendet und empfängt weiter.
- Wird die Domain freigegeben (Anhang A.2 Absatz 4 oder A.4 Absatz 3), setzen wir sie aus: Der E-Mail-Server nimmt keine E-Mails an diese Domain mehr an, versendet keine E-Mails mit Absendern dieser Domain und signiert nicht mehr für sie. Postfächer und Nachrichten der Domain bleiben 30 Tage erhalten. Wir informieren die Inhaber Ihrer Organisation bei der Aussetzung, nach 14 Tagen und 2 Tage vor dem Ende dieser Frist.
- Bestätigt Ihre Organisation die Domain innerhalb dieser Frist wieder und nutzt kein anderer E-Mail-Server sie, setzen wir die Domain wieder in Betrieb.
- Nach Ablauf der Frist entfernen wir die Domain mit ihren Adressen, Postfächern und Nachrichten aus dem E-Mail-Server. Sicherungen enthalten sie, bis deren Aufbewahrungsfrist nach dem gebuchten Service Level abläuft.
- Ist die letzte Ihrer Domains ausgesetzt, läuft der E-Mail-Server eingeschränkt weiter: ohne neue Adressen, bis Sie eine weitere bestätigte Domain hinzufügen. Gelöscht wird dabei nichts außer nach Absatz 4. Die Entgelte laufen weiter, solange der E-Mail-Server besteht.
- Entfernen Sie eine Domain selbst aus dem E-Mail-Server, löschen wir ihre Adressen, Postfächer und Nachrichten mit Ihrer Bestätigung sofort.
B.6 App-Stacks und Abhängigkeiten
- Benötigt eine App eine andere App zwingend, zum Beispiel Webmail den E-Mail-Server, können Sie die benötigte App erst entfernen, wenn die abhängigen Apps entfernt oder umgestellt sind. Optionale Verbindungen lösen wir beim Entfernen. Das Portal nennt Ihnen beides vor Ihrer Bestätigung.
- Eine App, die über Ihren E-Mail-Server versendet, erhält einen eigenen Zugang und einen Absender auf Ihren bestätigten Domains. Für ihre E-Mails gelten die Grenzen nach B.4 Absatz 4.
B.7 Ende des E-Mail-Servers
- Für die Kündigung gelten die Mindestlaufzeit und die Fristen der Leistungsbeschreibung (Ziffer B.6).
- Löschen Sie den E-Mail-Server, löschen wir seine Postfächer und Nachrichten. Ein gelöschter E-Mail-Server lässt sich nicht wiederherstellen. Exportieren Sie Ihre Nachrichten vorher, zum Beispiel über IMAP mit einem Mailprogramm.
- Die Eingangsadresse und die Absendeadresse des E-Mail-Servers enden mit ihm nach Anhang C.4.
Anhang C: Dedizierte Ressourcen und Server-Pools
Dieser Anhang gilt ausschließlich gegenüber Unternehmern.
C.1 Gegenstand
- Dedizierte Ressourcen sind Server-Pools, IP-Adressen (Floating-IP) und Load Balancer, die wir ausschließlich für Ihre Organisation bereitstellen. Ein Server-Pool besteht aus einem oder mehreren Servern, auf denen nur Anwendungen und Managed Apps Ihrer Organisation laufen. Zugang zum Betriebssystem der Server erhalten Sie nicht.
- Die Ressourcen stellt uns die Hetzner Online GmbH in Rechenzentren in Deutschland bereit. Ihre Art, ihr Standort und ihre Verfügbarkeit richten sich nach dem Angebot dieses Anbieters.
- Einen Service Level mit Zusagen zu Verfügbarkeit oder Reaktionszeiten haben dedizierte Ressourcen nicht. Es gelten die Plattformbedingungen nach dem Kapitel Self-Service der Leistungsbeschreibung, für Managed Apps auf der Ressource zusätzlich deren Service Level.
C.2 Angebot und Vertragsschluss
- Preise, Verfügbarkeit und Standorte ermitteln wir vor jedem Angebot beim Anbieter. Gibt es mehrere geeignete Varianten, können Sie wählen; das Angebot nennt eine Voreinstellung.
- Das Angebot nennt das monatliche Entgelt, eine Einrichtungsgebühr, soweit eine anfällt, die Mindestlaufzeit, die Kündigungsregel, das Verhalten bei Ausfällen und die Dauer, für die es gilt. Mit Ihrer Zustimmung zum Angebot geben Sie eine verbindliche Bestellung ab. Server-Pools geben wir zusätzlich frei. Der Vertrag kommt mit unserer Annahme zustande, spätestens mit der Bereitstellung der Ressource.
- Ist die gewählte Variante bei der Bestellung beim Anbieter nicht mehr verfügbar, kommt kein Vertrag zustande, und wir legen nichts an. Scheitert die Bereitstellung, berechnen wir für diese Ressource nichts.
- Der Preis, dem Sie zugestimmt haben, gilt für diese Bestellung. Für spätere Preisänderungen gilt Ziffer 7.4.
- Benötigt eine Ressource eine Freigabe des Anbieters, etwa für ausgehende E-Mails über Port 25, beantragen wir sie für Sie. Eine Erteilung sagen wir nicht zu.
C.3 Entgelte und Laufzeit
- Das monatliche Entgelt beginnt mit der Bereitstellung der Ressource. Eine Einrichtungsgebühr berechnen wir mit der Bereitstellung.
- Sie können eine Ressource jederzeit im Portal kündigen. Das Entgelt läuft bis zum Ende des Kalendermonats, in dem Sie kündigen, mindestens aber bis zum Ende der Mindestlaufzeit, die das Angebot nennt. Diesen Zeitpunkt zeigt das Portal vor Ihrer Bestätigung.
C.4 Ende einer Ressource
- Kündigen Sie eine Ressource oder löschen Sie die Managed App, zu der sie gehört, entfernen wir die Ressource unverzüglich beim Anbieter. Das Entgelt läuft dennoch bis zu dem Zeitpunkt nach C.3 Absatz 2. Eine Nutzung bis dahin ist nicht möglich.
- Mit einem Server-Pool löschen wir seine Server und alle Daten, die auf ihnen gespeichert sind. Einen Server-Pool können Sie erst kündigen, wenn keine Anwendung, Managed App oder Adresse ihn mehr nutzt; das Portal nennt Ihnen, was vorher enden muss.
- Eine IP-Adresse ist nach dem Ende nicht mehr Ihre Adresse. Projekte, die sie genutzt haben, verwenden danach die gemeinsame Adresse der Plattform. Ein Load Balancer ist nach dem Ende unter seinen Adressen nicht mehr erreichbar.
- Möchten Sie eine Adresse wegen ihres Rufs behalten, wählen Sie, soweit das Portal es anbietet, Ohne Nutzung behalten. Die Adresse bleibt dann Ihnen zugeordnet und kostenpflichtig, bis Sie sie kündigen.
- Haben Sie einen Anbieterwechsel nach Ziffer 12 beantragt, beenden wir dedizierte Ressourcen nicht vor dem Ende des Übergangszeitraums, es sei denn, Sie kündigen eine Ressource ausdrücklich einzeln.
C.5 Adressen
- Eine Adresse, die Ihre Organisation zurückgibt, sperren wir für eine Wartezeit, bevor wir sie an den Anbieter zurückgeben. Einer anderen Organisation bei uns teilen wir sie nie zu.
- Eine Übertragung von IP-Adressen auf Sie oder einen anderen Anbieter ist nicht möglich. Einen bestimmten Ruf einer Adresse sagen wir nicht zu.
- Die Reverse-DNS-Einträge Ihrer Adressen setzen wir nach den Regeln des Portals. Bei Adressen eines E-Mail-Servers zeigen sie auf dessen technischen Mailnamen (Anhang B.3).
C.6 Server-Pools mit nur einem Server
- Hat ein Server-Pool nur einen Server, liegt der Speicher des Pools in nur einer Kopie auf diesem Server. Fällt der Server aus, sind die Daten verloren, die seit Ihrer letzten Sicherung entstanden sind.
- Eine Sicherung dieser Daten erzwingen wir nicht. Das Angebot weist auf dieses Risiko hin, und mit der Bestellung nehmen Sie es an. Die Sicherung dieser Daten liegt bei Ihnen, soweit sie nicht zu einer Managed App gehören, deren Daten wir nach ihrem Service Level sichern. Für die Haftung gilt Ziffer 14.5.
- Ersetzen wir einen Server planmäßig, etwa für eine Wartung, verschieben wir die Daten vorher auf den neuen Server, soweit der Anbieter einen Ersatz bereitstellen kann.
C.7 Missbrauch
- Für dedizierte Ressourcen gilt die Acceptable Use Policy, für E-Mail insbesondere ihre Ziffer 4.
- Bei Missbrauch, etwa dem Versand unerwünschter E-Mails über eine eigene Adresse, oder bei einer Gefahr für andere Kunden, die Plattform oder den Ruf unserer Adressen dürfen wir den Datenverkehr einer Ressource nach der Acceptable Use Policy beschränken oder unterbrechen. Missbrauchsmeldungen des Anbieters zu Ihren Ressourcen geben wir an Sie weiter.